Fraktion Die Linke im Stadtrat Hilden

Klaus Wockenfoth

Gemeinsam für Hilden

Klaus Wockenfoth

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  • 50 Jahre
  • Geboren und aufgewachsen in Hilden
  • 2 Töchter (8 und 23 Jahre)
  • Marketing Manager in einem mittelständischen Unternehmen für Cybersecurity und Datenschutz
  • Mitglied Die Linke seit Juli 2021
  • Bundestagswahl 2025 Direktkandidat für den Wahlkreis Mettmann 1
  • Seit November 2025 Mitglied des Stadtrates

Unsere Stadt: Was verbindet Dich mit Hilden?

Hilden ist meine Geburts- und Heimatstadt. Mit kurzen Unterbrechungen habe ich mein gesamtes Leben hier verbracht. Und alleine deswegen fühle ich mich der Stadt tief verbunden.

In welchen Ausschüssen und Gremien vertrittst Du unsere Fraktion?

Ich bin Mitglied in einer ganzen Reihe von Ausschüssen:

  • Ausschuss für technische Infrastruktur
  • Ausschuss für Stadtentwicklung, Klima und Mobilität
  • Hauptausschuss
  • Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration

Daneben bin ich auch noch Mitglied in verschiedenen weiteren Gremien:

  • Ältestenrat
  • Arbeitskreis Sicherheit und Ordnungspatenschaften
  • Arbeitskreis Digitalisierung
  • Aufsichtsrat Stadt Hilden Holding GmbH
  • Aufsichtsrat Wohnungsbaugesellschaft Hilden mbH
  • Zweckverband Sparkasse HRV Verbandsversammlung

sowie in einigen weiteren Gremien als stellvertretendes Mitglied.

Meine persönliche Herzensangelegenheit ist der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration. Fachlich ist die Digitalisierung mein Steckenpferd, hier vor allem der Aspekt der Cybersicherheit.

Was treibt Dich an, ehrenamtliche Politik im Stadtrat zu machen?

Ich kann mich täglich über alle möglichen und unmöglichen Dinge aufregen, die in unserer Stadt passieren. Am Ende bedeutet das jedoch nur, dass ich die Dinge hinnehme. Denn nur durch Aufregen und Schimpfen ändert sich überhaupt nichts. Wenn ich jedoch wirklich Dinge verändern will, muss ich selbst aktiv werden. Und genau das ist der Grund, warum ich für den Stadtrat kandidiert habe.

Und warum Die Linke?

Parteizugehörigkeit ist immer eine Frage der persönlichen Einstellung. Denkst Du, dass alle Menschen gleiche Rechte und Privilegien besitzen? Bist Du der Ansicht, dass alle Menschen ein würdevolles Leben verdient haben? Denkst Du, dass unser jetziges Wirtschaftssystem Menschen und Erde eher schadet? Bist Du davon überzeugt, dass einige wenige Menschen viel zu viel Geld und Macht angehäuft haben? Bist Du dafür, dass Dinge wie Energie, Wasser und ÖPNV nicht in private Hände gehören? Dann gibt es nur eine einzige Partei, der man angehören kann. Und das ist nunmal Die Linke.

Natürlich bin ich auch nicht immer mit allem einverstanden, was meine Partei vertritt. Das ist auch gar nicht notwendig und es wird nie eine Partei geben, die 100 %ig mit meinen Überzeugungen übereinstimmt. Denn Demokratie ist nicht Nicken und Schweigen. Demokratie ist Streit, Diskussion und Austausch. Das ist anstrengend und nicht immer von allen gewollt. Doch für den Erhalt von Streit, Diskussion und Austausch kämpfe ich.

Welche Hildener Themen liegen Dir besonders am Herzen?

Es gibt zahlreiche Themen, die mich umtreiben. Und ich würde gerne jedes einzelne davon lieber heute als morgen auf den Weg bringen. Das betrifft auch Themen, die in Ausschüssen behandelt werden, in denen ich nicht oder nur stellvertretendes Mitglied bin.

Ein wichtiger Punkt für mich persönlich ist die Bildung, auch wenn die Stadt selbst hier in weiten Teilen nur ausführendes Organ sein kann. Bildung beginnt bereits in der KiTa. Und es ist wichtig, dass wir uns stark machen für gut ausgestattete KiTas, offene Ganztagsschulen und andere Betreuungsformen. Das bedeutet in den meisten Fällen finanzielle Mittel. Gerade in diesem Bereich müssen wir über Parteigrenzen hinweg kämpfen und massiven Druck aufbauen. Denn Hilden droht hier am ausgstreckten Arm des Landes NRW zu verhungern.

Es ist mir ein wichtiges Anliegen, Familien mit geringeren Einkommen spürbar zu entlasten und stattdessen den Spruch „Starke Schultern müssen mehr tragen“ wörtlich zu nehmen. Menschen mit hohem Einkommen müssen mehr zur Gemeinschaft beitragen. Und das in allen Bereichen.

Die Digitalisierung der Verwaltung ist für mich ebenfalls ein brennendes Thema. Auf der einen Seite sollten so viele Vorgänge und Prozesse so weit wie möglich und so sicher wie möglich digitalisiert werden. Auf der anderen Seite müssen wir beachten, dass in Hilden viele ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen leben, die diesen Weg entweder nicht mitgehen möchten oder können. Hier die notwendige Balance zu finden wird eine anspruchsvolle Aufgabe.

Ebenfalls ein Balanceakt wird das Thema Grünflächen. Wir benötigen in Hilden dringend neuen und vor allem bezahlbaren Wohnraum. Auf der anderen Seite gilt es, bestehende Betonwüsten aufzubrechen und neue Grünflächen zu schaffen. Dabei zählt grundsätzlich jeder Quadratmeter. So kann ich mir zusätzliches Grün sehr gut auf Schulhöfen, an Straßenrändern und in Innenhöfen vorstellen.

Mein persönlich wichtigstes Thema ist jedoch die Konnexität, also die Begleichung von Kosten, die Hilden durch die Erfüllung von Pflichtaufgaben des Landes und des Bundes entstehen. Kita, OGS, Integration - all das kostet Hilden Geld, welches durch das Land NRW kompensiert werden muss. Und das passiert nicht. Um das zu ändern, kämpfe ich.

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